HARTZ IV Betroffene e.V.


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Tag 3

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Tag 3

Der begann wie immer mit dem Frühstück und danach ging es gleich zum Plenum
Hier ging es um die Aufstellung von Arbeitsgruppen. Wie immer musste ich mein Senf dazu geben und hatte die Arbeitsgruppe 2 „medizinische Versorgung von Wohnungslosen“ an der Backe.

Also setzte ich mich nachdem Plenum hin und schaute mal im Internet nach, was es zu dem Thema so gibt. Ich war doch sehr erstaunt, was es da so gibt. Ich schrieb mir einige Sachen raus, um ein Vortrag daraus zu machen. Zum Glück rette die Überlastung des Internet meine Mittagspause, die ich sonst bestimmt durchgeackert hätte.
Nach dem Mittagessen kam das Verdauungs- nickerchen, bevor es mit dem Vortrag los ging.

So quatschte ich die Leute mit meinem Vortrag voll, bevor ich Ihnen die dazu gehörigen Internetseiten vor stellte.

Nach dem Abendbrot setzt ich mich hin, den Bericht zu schreiben und die Fotos zu bearbeiten.
Das wars dann für Heute!


Arbeitsgruppe 2 : „medizinische Versorgung von Wohnungslosen“


Teilnehmer : Karsten, Nadine, Pete, José, Tina, Dietmar, Norbert und Jürgen

Zu Beginn hielt der Arbeitsgruppenleiter einen Vortrag über die medizinische Versorgung von Wohnungslosen unter zu Hilfenahme des Vereins ETOS – Europäische Typologie für Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und Wohnversorgung.

Unter anderem wurde in dem Bericht ausgeführt bzw. die Frage aufgestellt, worin die Gründe liegen, weshalb die medizinische Versorgung von den Betroffenen nicht in Anspruch genommen wird.

Die Gründe sind sehr weit gefächert.

Darunter zählen:
Angst, Scham, fehlendes Vertrauen, weite Entfernung, körperliche bzw. psychische Unfähigkeit, finanzielle Probleme, Sprachprobleme, fehlende Krankheitswahrnehmung, Suche nach einem Schlafplatz, organisatorische Gründe (Wo ist eine Arztpraxis, sorge um Besitz), Einhalten von Terminen, Verbot von Alkohol- und Drogenkonsum, mangelnde Kooperation, lückenhafte Vorerkrankungen, medizinische Amnesie, fehlende Kommunikation (Telefon / Internet) und zu guter Letzt der fehlende Ausweis.

Um gemeinsam weitere Infos zu bekommen, gingen wir noch einmal ins Internet.

Dort viel uns ein Video von der KBV (Kassenärztliche Bundesvereinigung) auf und sahen es uns an.
Dort stellte die Ärztin Jenny De La Torre ihre Stiftung vor, die sich um die medizinische Betreuung von Wohnungslosen kümmert, welche keine soziale Absicherung haben.

Danach stiegen wir in die Diskusions- und Erfahrungsrunde ein.
Hier berichtet Karsten von seinem Projekt, mit dem Namen „Mainz, wie es hilft und macht“.
Dem Projekt standen wir sehr offen gegenüber, da es doch den Wohnungslosen die in ein Krankenhaus müssen, eine Möglichkeit gibt, ihre wichtigsten Dokumente und persönlichen Unterlagen vor Diebstahl, Vandalismus und Wettereinflüssen zu schützen.


Nach der Diskusions- und Erfahrungsrunde kamen wir zu dem Schluss, folgende Forderungen auf zu stellen:
1. Wir fordern eine Krankenkasse für alle (Beispiel Kanada)
2. Keine Behandlungsunterschiede zwischen Wohnungslosen und nicht Wohnungslosen
3. Mehr Arztmobile für eine vor Ort Versorgung
4. Bessere finanzielle Unterstützung der Hilfsorganisationen
5. Kostenlose Medikamente durch z.B. Pharmafirmen, die solche an Verteiler wie Apotheken und Arztpraxen ausgeben.
6. Einhaltung des hippokratischen Eides bei Ärzten und Krankenhäusern
7. Vollständige Genesung in Krankenhäusern
8. Nicht nur Akut- Versorgung, sondern auch Behandlung von chronischen Erkrankungen
9. Bessere Versorgung von psychisch erkrankten Wohnungslosen

Wir verweisen auf Artikel 1, Absatz 1 des Grundgesetztes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ sowie auf Artikel 2, Absatz 2 des GG: Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“

Geschrieben: Jürgen Weber


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