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Ostermarsch

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XII. Potsdamer Ostermarsch am 23.03.2013 gegen Krieg, Militarismus, Faschismus, Kolonialismus und Sozialraub


Etwa 100 Menschen kamen trotz frostigen Windes zur Auftaktkundgebung am Brandenburger Tor von Potsdam. Christine und Werner aus Eisenhüttenstadt und Ernesto Schwarz aus Frankfurt/Main eröffneten musikalisch nicht nur den XII. Potsdamer Ostermarsch, sondern die mehr als 100 Ostermärsche 2013 in Deutschland.

Uwe Hiksch von der Naturfreunde-Jugend sprach als Hauptredner Klartext über die Verursacher von Krisen und Kriegen und forderte zum wirksamen Widerstand auf, damit die Völker dieser Welt endlich in Frieden leben können. Er nahm Bezug auf den unseligen Tag von Potsdam, der sich zum 80. Mal jährte. Monopole, Militaristen und reaktionäre Kirchenfunktionäre hatten den Oberfaschisten A. Hitler auf den Thron gehoben und die Weichen für den II. Weltkrieg gestellt. Heute werden wieder von Potsdam (Geltow) aus Kriegseinsätze der Bundeswehr in aller Welt gesteuert. Damit muss endlich Schluss sein!

Norbert Müller, der noch junge stellvertretende Landesvorsitzende der LINKS-Partei begrüßte die Ostermarschteilnehmer und versprach, sich voll für die Friedens- und Sozialbewegung im Landes- und Bundesmaßstab einzusetzen.

Horst begrüßte im Namen der Potsdamer Friko und der SBB (Soziale Bewegung Brandenburg) vor allem die aus Berlin (Naturfreunde, Freidenker, Europäisches Friedensforum, GBM, Berliner Montags-Demos …), Brandenburg/Havel, Storkow, Trebbin, Eisenhüttenstadt u. a. angereisten Ostermarschteilnehmer.

Die Ostermarsch-Demo zog dann vom Brandenburger Tor zum Standort der ehemaligen berüchtigten preußischen Garnisonkirche, von dort zur Nikolai- Kirche und zum Abschluss zum Deserteur-Denkmal am Platz der Einheit. (Die Faschisten und ihre Helfer zogen am 21.03.1933 in umgekehrter Richtung.)

Walter Stagge von der Bürgerinitiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ nannte einige Fakten zur Geschichte des preußischen Militär-Tempels, warnte vor dem Wideraufbau eines Wallfahrtortes für Faschisten und Militaristen und informierte über Bürgerinitiativen für Widerstand gegen die Interessenvertreter von Banken, Monopolen, Militarismus und Faschismus.

Vor der Schinkelschen Nikolai-Kirche forderte die Christin Dr. Hedwig Raskob (Begründerin der Potsdamer Friedensspirale und Mitglied der Potsdamer Friedenskoordination) wahre christliche Werte zum Wohle der Menschen und einer Welt des Friedens einzusetzen.

Am Deserteurdenkmal, dem traditionellen Standort der Potsdamer Friedens- und Sozialkundgebungen, stellte Reik Wolffgram im Namen des Potsdamer Aktionsbündnisses gegen Hartz IV noch einmal den Zusammenhang her zwischen Sozial- und Friedensbewegung. Horst nahm Bezug auf das Potsdamer Abkommen der Alliierten vom August 1945, in dem gefordert wurde, den deutschen Faschismus, Militarismus und Monopolismus zu beseitigen, sowie auf Rosa Luxemburg, deren Alternative lautet: Sozialismus oder Barbarei. Dr. Rainer Thiel erinnerte an den Potsdamer Wahlsieger von 1912, Karl Liebknecht, der 1914 mutig gegen die Kriegskredite Stellung bezog und für uns nach wie vor Vorbild ist.

Christine und Werner sowie Ernesto Schwarz setzten mit optimistischen musikalischen Darbietungen den Schlusspunkt des 12. Potsdamer Ostermarsches 2013.

Der 13. Potsdamer Ostermarsch wird am 05.04.2014 stattfinden.

Vom Potsdamer Ostermarsch gehen solidarische Grüße an die afghanischen Friedensfreunde Karim Popal (Rechtsanwalt) und Matin Baraki, die juristisch für die zivilen Opfer des Bundeswehrangriffs in Kundus kämpfen.

Für die organisatorische Unterstützung des 12. Potsdamer Ostermarsches danken wir Frank, Michael, Jens, Rainer Wirks, Jürgen Weber, Bernd Martin, Antje, Bernd, Marco und vielen anderen.

Potsdam, 24.03.2013 Horst Jäkel


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