HARTZ IV Betroffene e.V.


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Erklärung

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Erklärung der Selbstvertretung vereinter wohnungsloser Menschen
– zum aktuellen Stand und zur weiteren Arbeit


Auf den Wohnungslosentreffen 2016, 2017 und 2018 sind wir zusammengekommen und haben uns verabredet, eine Selbstvertretung vereinter wohnungsloser und ehemals wohnungsloser Menschen zu gründen. Das Armutsnetzwerk e.V. und das europäische Netzwerk HOPE (HOmeless in euroPE) waren und sind wichtige Partner auf diesem Weg und werden es weiter sein.

Wir sind die Plattform der Selbstvertretung wohnungsloser und ehemals wohnungsloser Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben. Wir engagieren uns für eine bessere Welt, die Überwindung von Armut, Ausgrenzung, Missbrauch, Entrechtung und Wohnungslosigkeit sowie für die Verbesserung konkreter Lebenssituationen:

Alles verändert sich, wenn wir es verändern!

Gemeinsam wollen wir die Mechanismen der Ausgrenzung, Entmündigung und Selbstentmündigung überwinden.

Wir sind unterschiedlich und vielfältig. Wir sind Gruppen, Vereine, Einzelpersonen, Projekte, Initiativen, Unterstützende und Gleichgesinnte. Wir vernetzen uns und arbeiten auf Basis selbstbestimmter Regeln zusammen.

Nach Ablauf der Förderung durch Aktion Mensch und des Diakonischen Werkes in Niedersachsen ist es unser Wille, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Hierzu braucht es mindestens

• eine ständige Koordinierungsstelle,
• halbjährliche Koordinierungstreffen und
• jährliche bundesweite Wohnungslosentreffen mit europäischer Beteiligung als Foren und zur Vollversammlung.

Darüber hinaus ist unverzichtbar, Aktivitäten zur Vernetzung, zur Fortbildung und zur Beteiligung an Tagungen und Veranstaltungen durchführen zu können.

Wir wollen uns an vielen Orten im deutschsprachigen und auch im europäischen Raum treffen. Wir wollen neue Menschen in verschiedenen Regionen ansprechen und einbeziehen und neue, regionale und thematische Gruppen bilden und auf diese Weise eine politische und soziale Schlagkraft entwickeln.

Über Armut und Wohnungslosigkeit muss anders diskutiert werden: Unbedingt auf Augenhöhe, mit uns und nicht über uns!
Wir begegnen einander in Akzeptanz und Würde. Dadurch finden wir zu unserer Kraft. Dadurch entsteht erfahrungsgemäß eine persönliche und gemeinsame Weiterentwicklung.

Wir entdecken unsere eigene Kraft und unsere Fähigkeiten. Wir trauen uns zu, so zu sein, wie wir sind, unsere Stärken und Schwächen zu erkennen und uns nicht mehr zu verstecken.

Bei unseren Treffen können wir uns selbst finden, Kontakte entwickeln und gemeinsam lernen. Dadurch erweitert und verbreitet sich unser Netzwerk und neue, oft überraschende Partnerschaften entstehen.

Um diese von uns gewollte Arbeitsform umzusetzen, sehen wir die Gesellschaft und insbesondere die Öffentliche Hand in der Verantwortung, uns Finanzen, Mittel, Strukturen und Ressourcen zu übertragen, damit wir eine langfristige Sicherheit haben.

Auf der Basis der Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch, der Stiftung Bethel, dem Diakonischen Werk in Niedersachsen und vielen weiteren Partnern haben wir unsere Ziele entwickeln können.

Herzogsägmühle, eine Einrichtung der Diakonie in Oberbayern, bietet uns anlässlich ihres 125jährigen Bestehens an, Gastgeber des kommenden Wohnungslosentreffens 2019 zu sein. Das ist ein wichtiger nächster Schritt.

Wir haben den ausdrücklichen Wunsch, dass unsere bisherigen und weitere und neue Partner, insbesondere das Armutsnetzwerk e.V. und das europäische Netzwerk HOPE (HOmeless in EuroPE) sowie als strategische Partner die Stiftung Bethel und Herzogsägmühle

• uns weiter aktiv an unserer Seite stehen
• und in unserem Namen und Auftrag die notwendige organisatorische, personelle und finanzielle Unterstützung bereitstellen werden.

Freistatt, 28.07.2018
Plenum des Wohnungslosentreffens 2018

einstimmig beschlossen - 70 Unterschriften auf der Erklärung


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