HARTZ IV Betroffene e.V.


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13, NAK

Bilder > 2018

„Armut stört immer!“


Das 13. Treffen der Menschen mit Armutserfahrung der NAK


Als ich bei dem Treffen ankam, gab es erst einmal Mittag. Kaum genoss ich die Suppe, als ich von alten Bekannten begrüßt wurde. Da musste ich schon aufpassen, dass meine Suppe nicht kalt wurde.
Wie immer mit Verspätung ging die Veranstaltung los.
Der Moderator Andreas Ulrich vom RBB stellte uns die Promis vor, bevor sie wiederum eine Ansprache hielten.
Als erstes war Barbara Eschen dran, die Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz ist. Sie beklagte sich über die Zunahme der Armut in Deutschland. Dazu gehöre auch der drastische Anstieg der Mietpreise.
Als zweiter war Prof. Dr. Georg Cremer dran. Er sprach über das Thema: Wie sprechen wir über Armut?
Na ja, mir hat das nichts gebracht.
Danach ging es in den 1. Workshop-Block.
Ich ging in den Workshop, wo sich der Verein Sanktionsfrei e.V. sich vorstellte. Dort zeigte uns Helena Steinhaus einen Vortrag über ihr Projekt „Happy Hartz?“
Dort wurden uns zwei Videos gezeigt. Das erste handelte davon, wie gut und schön man mit Hartz IV leben kann.
Das zweite zeigte dann aber die Wirklichkeit. Da erst das erste Video in den Sozialmedien, Presse und Plakate gezeigt wurde, war das Echo dementsprechend groß und viele waren sehr verärgert, was sich auch in den Kommentaren wiederspiegelte.
Nach dem das zweite Video erschienen war, glätteten sich die Wogen.
Wer mehr von dem Verein wissen möchte, einfach auf
www.sanktionsfrei.de gehen.
Nach Kaffee und Kuchen ging es in den 2. Workshop.
Der fand unter dem Motto „Wie können sich Betroffene organisieren? Betroffenenselbstorganisation am Beispiel der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen.“
Hier stellte uns Frau Angelika Klahr uns die Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen vor. Ich kannte die KOS nur durch die Berechnungstabelle für den Regelsatz im SGB II.
In der folgenden Diskussionsrunde wurde schnell klar, dass hier so einiges im Argen liegt.
Das war´s dann auch schon für den ersten Tag.

Um 09:00 Uhr fing der zweite Tag mit einem Vortrag über das Projekt „Demokratiebegleiter*innen“ stellen sich vor, an. Na ja, mir hat das nicht viel gebracht.
Danach ging es dann in den 3. Workshop-Block.
Hier ging ich zu dem Vortrag „Der UN Sozialpakt und der Parallelbericht der NAK“ gehalten von Claudia Mahler vom Deutschen Institut für Menschenrechte.
In der folgenden Diskussionsrunde klärte ich Frau Mahler erst einmal auf, dass die deutsche Regierung keine Ahnung von der Rüge der UN über ihre Sozialgesetze hat. Auch ihre Angabe, es gäbe nur 1,5 Millionen Arme in Deutschland, musste ich sie darauf Aufmerksam machen, dass 10 Millionen in Armut leben.
Dann wurden zwei Gruppen gebildet. Die erste Beschäftigte sich mit Sanktionen und die zweite über die Armut.
Ein Sprecher jeder Gruppe durfte dann das Thema für alle Vorstellen und Fragen beantworten. So durfte ich über die Armut berichten und wie sie zu bekämpfen wären.

Das war´s dann auch schon fast vom zweiten Tag gewesen.
Zum Schluss kam eine Zusammenfassung der Tagung mit Moderator Andreas Ulrich, RBB, Anwälte*innen der Teilnehmenden und der Sprecherin der NAK, Barbara Eschen.
Nach dem Mittag für ich nach Hause, da ich keine Lust auf die Aktion „Armut stört“ hatte und ja auch zu Hause Jerry auf mich wartete.


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